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Brother recycelt gebrauchte Tonerkartuschen

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Es ist ein aufwendiges und kostspieliges Verfahren, aber es schont auch die Umwelt und macht in sofern wieder Sinn. Der japanische Print-Riese Brother hat sein Werk im slowakischen Krupina die letzten Jahre immer wieder erweitert. Dort gibt es jetzt auch eine Wiederaufbereitung gebrauchter Toner-Kartuschen. Von ganz Europa kommen die Kartuschen nach Krupina. Entweder nutzen die Verbraucher das von Brother entwickelte Rücksendeverfahren oder sie werden von Brokern zugekauft. Brother organisierte für ausgewählte Journalisten eigens einen Rundgang durch das Werk, dessen Kern in der Wiederaufbereitung der gebrauchten Laser-Printer-Tonerkartuschen liegt, das aber auch produziert. Das Recyceln der Kartuschen ist ein sehr komplexes Verfahren. Im ersten Schritt werden zunächst mal die Kartuschen sortiert. Nicht mehr zu gebrauchende Leerbehälter werden aussortiert und die Bestandteile wiederverwertet. Danach werden die Kartuschen dann zerlegt und gereinigt. Anschließend wird der verbliebene Toner abgesaugt. Gegen Ende kommen die Kartuschen noch mal in einen Reinraum, wo sie dann noch mal sorgfältig gereinigt werden. Außerdem werden hier auch noch eventuell beschädigte Bestandteile ersetzt. Ist dieses Verfahren durch, sind die Kartuschen zur Wiederbefüllung bereit und gehen anschließend als neuwertig wieder in den Verkauf.

Jährlich recycelt Brother in Krupina auf diese Weise knapp 1,2 Millionen Kartuschen. Die Tendenzkurve geht hier steil nach oben. Dabei ist das komplizierte Verfahren nicht einmal ein Gewinn für das japanische Unternehmen. Die Ansprüche der Maßnahmen bei einer Wiederaufbereitung, die der Anwender fordert, sind enorm hoch. Um dem gerecht zu werden, ist entsprechend auch ein hoher Aufwand notwendig. Damit das Recycling weiter voran getrieben werden kann, wird das Verfahren durch den Mutterkonzern gestützt. Brother hat immerhin rund 6 Millionen Euro in das Aufbereitungskonzept investiert und engagiert sich darüber hinaus auch noch in lokalen Initiativen zum Umweltschutz. Besonders stolz ist man in Krupina darauf, dass wirklich nichts einfach weggeworfen wird. Dabei ist längst nicht mehr alles brauchbar, was bei der Aufbereitung die verschiedenen Prozesse durchläuft. Monatlich fallen mehrere Tonnen Abfall an. Allerdings wird dieser Abfall an eine benachbarte Zementfabrik weiter gegeben, die diesen zur Energiegewinnung nutzt. Darüber hinaus werden sogar die Beschreibungen der Toner-Kartuschen gesammelt und wieder verwertet, indem sie einfach wieder in neu zu verkaufende Verpackungen kommen. Veraltet sind sie schließlich nicht. Neben der Slowakei gibt es von Brother auch noch weitere Recycling-Werke in Großbritannien, Japan, Brasilien und den vereinigten Staaten von Amerika. Insgesamt bereitet Brother damit jährlich in etwa 3 Millionen Kartuschen für den Wiederverkauf auf. Dass das Verfahren ziemlich zeitaufwendig und nicht besonders einfach ist, belegt auch die Tatsache, dass bedrucktes Altpapier wie beispielsweise Zeitungen zwar ebenfalls aufbereitet wird, jedoch einige Komplikationen mit sich bringt.

Durch die verwendete Farbe auf dem Papier gestaltet sich das Recycling-Verfahren recht schwierig. Bei bedruckten Kartonagen beispielsweise verfärbt sich das aufbereitete Material grau, da die Bedruckung eben nicht komplett entfernt werden kann. Grundsätzlich ist das nicht schlimm, jedoch kann man daraus dennoch schließen, dass die Aufbereitung immer komplex wird, sobald Farbe ins Spiel kommt.

Joomlart